Archiv für Mai 2008

22
Mai
08

Die Futureheads haben doch noch einen Puls!

Nachdem die Single The beginning of the twist die Fortsetzung der Ideenlosigkeit der Futureheads offenbarte, deutet nun der Nachfolger Radio Heart darauf hin, dass das Quartett aus dem britischen Sunderland musikalisch doch noch am Leben ist. Die Spontaneität des meisterhaften Debuts, das obendrauf auch noch einen Klassiker wie Hounds of love (eigentlich von Kate Bush) enthielt, fehlt indes, wie schon bei dem oftmals so schwierigen zweiten Album. Dennoch zeigt Radio Heart, dass die Futureheads auf dem Drittwerk This is not the world offenbar doch noch ihre großen Momente haben. Nur die Leichtigkeit, die ist ihnen irgendwie abhanden gekommen.

22
Mai
08

Lauren Talbot – A whispered promise

Nachdem der Film Der Weltenbauer, mit Ralph Herforth in der Hauptrolle, am 20. Mai im Filmhaus Stuttgart Premiere feierte, steht nun auch die Veröffentlichung der ersten Single von Lauren Talbot, einer Ex-DSDS-Kandidatin, bevor. A whispered Promise heißt die schräge, zugleich simple Ballade, die gängigen Pop-Schemata zu strotzen versucht. Bedachte Gitarrenklänge bauen hier Atmosphäre auf, die von Talbots eigenwilliger, entrückter Stimme schnell in eine Ecke gedrängt wird, aus der es keinen Ausweg gibt. Den Rahmen sozusagen bildet die verspielte Ambivalenz aus Naivität und emotionaler Tiefe. Immerhin taumelt Lauren Talbot stimmlich irgendwo zwischen PJ Harvey, Björk, Amy Winehouse, Kate Nash und Lily Allen herum, auch wenn sie weniger am Abgrund steht als die ersten drei Damen, zugleich die Leichtigkeit der zwei Fräuleinwunder nicht erreichen mag. Nebenbei sei bemerkt, dass Lauren Talbot in Der Weltenbauer auch noch die Rolle der verführerischen Iris spielt. Na, wenn das nichts ist.

18
Mai
08

The Cure – The only one gothic band

Da die Zahl 13 für Robert Smith und The Cure eine wichtige Zahl ist (schließlich steht die Veröffentlichung des nunmehr dreizehnten Albums an), wurde die erste Single The only one passend am 13. Mai veröffentlicht. Möglichweise absichtlich fällt da vielleicht auch die enorme Ähnlichkeit zu Friday, I’m in love aus. Der entsprechend poppige Sound wierd natürlich ebenso entsprechend von Robert Smith’s markante, gleichfalls schräge Stimme konterkariert. Wer hier etwas Neues erwartet, ist natürlich schief gewickelt. The end of the world, die rockige Hit-Single vom letzten Longplayer, konnte freilich deutlicher überzeugen. Insgesamt fällt The only one dennoch recht positiv aus und dürfte die Vorfreude auf die nächsten Singles, die am 13. Juni, 13. Julie sowie – jaaa – am 13. August erscheinen, hervorragend überbrücken. Das Video zum neuen The Cure-Stück gibt es übrigens hier:

09
Mai
08

Depeche Mode wieder im Studio

Laut DepecheMode.de befindet sich das Trio, bestehend aus Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher, seit Anfang Mai wieder im Studio, um den Nachfolger von Playing the Angel aufzunehmen. Mit dabei ist auch wieder Ben Hilier als Produzent, daneben gehören Christian Eigner, Andrew Phillpott, Sie Medway Smith und Kurt Uenala zum Team, das vermutlich in Kalifornien kräftig in den 46. Geburtstag des Dave Gahan am 9. Mai hineingefeiert haben dürfte. Herzlichen Glückwunsch! Als Appetithappen sollte man sich den Hit Precious mal wieder zu Gemüte führen, der 2005 bei TOTP vorgestellt wurde.

09
Mai
08

Nach Radiohead & Coldplay nun Nine Inch Nails in Schenkerlaune

Verschenken scheint im Musik-Business immer beliebter zu werden. Nachdem Radiohead ihr Album zum Download (gegen eine freiwillige Gebühr) angeboten haben, zog Coldplay nach, und verschenkt derzeit die Single Violet Hill des bald erscheinenden Longplayers Viva la Vida. Als Dankeschön für den großartigen Support gönnt Trent Reznor, bekannter als Nine Inch Nails, seinen Fans das neue Album The Slip, das in den kommenden Monaten auch regulär veröffentlich werden soll. Im Vergleich zu seinen Großtaten, die Reznor etwa mit Fragile abgeliefert hat, fällt dieses Album jedoch, wie bereits Year Zero, deutlich ab. Die typischen noisigen Sounds mischen sich mit eingängigen Melodien und dem gewohnt intensiven, charismatischen Gesang. Leider zünden die Ideen nicht so recht, vieles wirkt altbekannt, ja altbacken. Für einem Mann, der für seine Innovationen, seine Experimentierfreude bekannt geworden ist, ist das natürlich das Schlimmste, was passieren kann. Dennoch: Für die Fans ist das ein tolles Geschenk, noch toller wäre es allerdings, wen das Genie von Trent Rezner sich wieder zeigen würde!

04
Mai
08

Maroon 5 feat. Rihanna

Die neues Single von Maroon 5 wird ein Duett sein, daran beteiligt wird Rihanna sein. Der sicherlich nette, aber doch eher dahinplätschernde  Song  If I never see your face again bekommt so die Extraportion Pop, die ihn zum Sommerhit machen könnte. Die Credits, die ihm der Name Rihanna verleiht, wird die Radiostationen zusätzlich antreiben, dem ohnehin fantastischen Lauf von Maroon 5 einen Push zu geben. Clever ist das natürlich! Ich find’s nett, nicht mehr!

04
Mai
08

Lily Allen – Das Fräuleinwunder ist zurück

2006 war DAS Jahr der Lili Allen. Mit ihrer Single Smile hatte sie einen internationalen Hit, das Album Alright, Still avancierte zu einem der wichtigsten Alben in UK. 2007 überrachste die britische Sängerin mit der Cover-Version von Oh my god (ursprünglich von den Kaiser Chiefs). Nun, knapp zwei Jahre nach diesem unglaublichen Erfolg, legt die gerade mal 22 Jahre alt gewordene Sängerin mit I don’t know, der mutmaßlich ersten Single – offizielle Informationen scheint es noch nicht zu geben – nach, einem elektronischen Pop-Song, der bsonders fluffig, textlich jedoch tiefgründig geraten ist. Mir persönlich gefällt das Stück sehr gut!

PS: Auf der My Space-Seite von Lilly Allen kann man sich mit I could say nicht nur einen weiteren, netten Song anhören, sondern sogar herunterladen.

04
Mai
08

Collaboration Course von Linkin Park und Busta Rhymes

Nachdem der Collision Course zwischen Rap und Rock bei Linkin Park ohnehin hervorragend funktioniert, hat man nach der Kollaboration mit Jay-Z mal eben entschlossen, nun mit Busta Rhymes eine Single aufzunehmen. We made it heißt das gute Stück, das fast schon ein wenig poppig ausgefallen ist, dennoch eine reiche Prise Rock mit düsteren Piano-Klängen kombiniert. Gewürzt wird diese Kompostion mit guten Rap-Parts von Busta Rhymes, obwohl Sound und Stimmen von Linkin Park dann doch dominieren. Bitte mehr davon!

01
Mai
08

Coldplay for free

Die neue Single von Coldplay kann man sich vollkommen umsonst und legal von der Homepage Coldpplay.com herunter laden. Leute NME.com haben das bislang über 600.000 User auch getan! Kein Wunder, schließlich fällte das Ergebnis der jüngsten Arbeit der Band um Chris Martin äußerst positiv aus: Weniger Pathos, dafür etwas mehr Rock, ja geradlieniger fällt das Stück vom kommenden Album Viva La Vida aus, ohne dabei seinen eingängigen Charakter zu verlieren. Dennoch darf man stark vermuten, dass sich Coldplay dazu entschlossen haben, sicherlich nicht unbedingt den stärksten Song heraus zu picken, so dass die eigentliche Single wohl noch bevorsteht. Dürfte ein interessantes Coldplay-Jahr werden.