Archiv für Juni 2008

24
Jun
08

The Verve mit der Comeback-Single love is noise

Love is noise lautet also die erste Single der Band, die neben Oasis und Blur den Brit Pop maßgeblich geprägt hat. Nach der Trennung im Jahre 1999 konnte sich Richard Ashcroft mit großartigen Songs wie A Song for lovers oder Break the night with colour als Solokünstler überzeugen, ohne freilich an den Erfolg von Urban Hymns anknüpfen zu können. Folgerichtig entschied „Mad“ Richard, dass er so richtig gut eigentlich nur mit seinen alten Weggefährten ist. Nun ist The Verve zurück, in Originalbesetzung. Love ist Noise, die erste Single des kommenden Albums namens Forth, das im August erscheinen wird, ist ein eingängiger Pop-Song, der neben dem vervigen Pathos durch ausufernde „Uhus“ und „Ahas“ im Background überrascht. Doch irgendwie passt hier alles zusammen, in dem wohl ersten Lied, das Liebe mit Lärm assoziiert. Was soll uns das über das Liebesleben von Herrn Ashcroft sagen?

22
Jun
08

Primal Scream reinterpretieren Kraut-Rock von Hawkind

All jene, die dem Kraut-Rock von Hawkind wenig abgewinnen können, dennoch einen guten Song wie Urban Guerilla hören möchten, haben nun mit Primal Scream die Chance. Ihre Coverversion, die so ganz anders klingt als das Original, soll auf das kommende Primal Scream-Album Future World einstimmen. Nach einigen doch sehr experimentierfreudigen Ausflügen hatten die Briten spätestens mit der Single Country Girl ja zurück zu eingängigem Rock gefunden. Unterschlagen werden soll naturlich nicht, dass der Song Urban Guerilla hier kostenlos zum Download bereitsteht.

15
Jun
08

Tina Dico – Count to ten

Count to ten heißt das Album der Dänin Tina Dico, und enthält potentielle Hits wie On the run und – insbesondere – Sacre Ceur. Doch trotz beeindruckender Erfolge im Heimatland Dänemark will es international bei der 30jährigen Songwriterin nicht so recht klappen – ohne spürbarem Marketing ist dies natürlich auch kein Wunder. Dabei kann sich Tina Dico durchaus mit so angesagten Künstlerinnen wie Amy MacDonald, Adele und A Fine Frenzy messen. Ihre Musik, die äußerst songorientiert, dennoch eingängig rock-poppig ausfällt, wirkt freilich reifer, ist ins sich geschlosser als dies bei den erst genannten Jungblütern der Fall ist. Da wird es um so mehr Zeit, sich mit der blonden Dänin Tina Dico zu beschäftigen.

15
Jun
08

Mint Royale – Singing in the rain

Obwohl der Song Singing in the rain von Mint Royale, einem Manchester Electronic-Projekt, bereits 2005 veröffentlicht wurde, avanciert er erst jetzt, aufgrund einer Tanzeinlage in der TV-Show Britains’s Got Talent, in UK zum Hit, rangiert dort sogar auf der Pole Position. Insbesondere in Kombination mit den Break Dance-Einlagen aus dem Video, sowohl vom natürlichen als auch technoiden Akteur, entfaltet sich der Charme dieser Adaption des 60er-Jahre Klassikers, in der die Stimme des Originals, von Gene Kelly höchstpersönlich also, in das dancelastige Stück hinein gesampled wurde. Erinnert mich ein wenig an Sonic Empire von den Members of Mayday.